Unschooling Memories of the Week #9 – Piano

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KlavierOft schon saßen alle drei Kinder am Klavier und klimperten darauf herum. Daher hatte ich vorsorglich vor einiger Zeit ein Klavierbuch für Kinder ab vier Jahren gekauft. Nun endlich kommt es so richtig zum Einsatz!

Das Buch „Circus Pianissimo“ von Valenthin Engel sprach mich an, da es hieß Kinder könnten sich das Klavierspielen auf spielerische Art und Weise selbst aneignen. Es stand eine Weile in unserem Regal und ich gestehe, dass ich schon sehnsüchtig darauf gewartet habe, dass eines der Kinder es sich endlich schnappt und nachfragt, was es mit den Linien und Noten auf sich hat.

Klavier 2Die Noten sind zu Beginn als Bilder dargestellt, die dem Kind helfen sollen sich den jeweiligen Namen des Tons zu merken. Ein Apfel fürs „A“, ein Huhn fürs „H“, ein Elefant fürs „E“ und so weiter. Wird ein neuer Ton eingeführt, so ist immer grafisch dargestellt, wo sich der Ton auf der Klaviertastatur befindet. Meine Älteste nahm also vor einigen Wochen das  Buch zum ersten Mal in die Hand und beschloss Klavierspielen zu lernen. Sie kann sich nur noch schwerlich vom Klavier losreißen. Mittlerweile übt sie „Happy Birthday“ für den bevorstehenden Geburtstag ihrer Oma.

Fasziniert war ich dann, als sie mich neulich nach der Melodie eines englischen Kirchenliedes fragte. „In Christ alone“ ist eines unserer Lieblingslieder und wurde auch kürzlich bei Lunas und Jaspers Taufe gespielt. Also spielte ich ihr die Melodie einige Male vor und sie wiederholte sie auf Anhieb. Bei einem Ton kam sie plötzlich ins Stocken. Als ich leise „Fis“ aus dem Off flüsterte, hatte sie den Ton sofort parat. Zu ihrem Repertoire gehören mittlerweile auch „Dornröschen ist ein schönes Kind“, „Let it grow“ aus dem Animationsfilm Lorax und zahlreiche Miniliedchen aus dem „Circus Pianissimo“. Die Walzer und Polkas haben es ihr ganz besonders angetan. Emmas schnelle autodidaktische Erfolge zeigen mir persönlich wieder ein Mal, dass ich weniger grübeln sollte und dem inneren Lerntrieb der Kinder noch mehr vertrauen sollte. Emma hat nun deklariert, dass sie Klavierspielen liebt, und man merkt es ihr richtig an. Die Fingerhaltung korrigiere ich nicht. Das würde sie zu sehr irritieren. Ich vertraue darauf, dass sie sobald sich ihr Niveau steigert mich auch irgendwann danach fragen wird. Schließlich lassen sich Mozart und Co. schlecht mit drei Fingern spielen…

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