Unschooling Memories of the Summer

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Dieser Sommer war gefüllt mit lehrreichen Erfahrungen, Reisen und Erkenntnissen. Einen kleinen Abriss über diese ereignisreichen Tage und unsere Entwicklung als Unschooling-Familie bin ich Euch nach der langen Blogpause nun wirklich schuldig.

Heiß war er, der Sommer, jedenfalls in meiner Erinnerung, und daher haben wir einen Großteil der Zeit auch am Badeteich im Nachbardorf oder im Freibad verbracht. Im August verschlug es uns mal wieder auf die Kanarischen Inseln, nämlich nach Lanzarote. Dort lockten die kindertauglichen Strände und natürlich der hoteleigene Pool. Während unseres 10-tägigen Aufenthaltes bauten die Mädchen ihre Fähigkeiten als Schwimmerinnen, Taucherinnen und „vom-Beckenrand-in-den-Pool-Springerinnen“ aus. Auch unser Kleinster kannte kein Halten mehr. Mit Schwimmring ausgerüstet ließ er sich im Kinderpool entspannt die Sonne auf den Bauch scheinen. Seine Lieblingsbeschäftigung bestand jedoch darin, Mama oder Papa dazu zu bringen, ihn im großen Pool in die Luft zu werfen und kurz vorm Abtauchen wieder aufzufangen. Meine Oberarmmuskeln schmerzen auch heute noch bei der Erinnerung an diese Luftsprünge.

„Ich will das Seepferdchen machen“

Kaum waren wir aus dem Urlaub wieder in der leicht kühleren Heimat angekommen, flehte Emma mich an mit ihr ins Freibad  zu gehen, um ein Seepferdchenabzeichen zu bekommen. Kurzentschlossen packte ich die Badesachen zusammen, schmierte eilig ein paar Schnitten und fuhr mit den Kinden ins fast menschenleere Freibad. Ohne mit der Wimper zu zucken sprang Emma ins tiefe Becken, schwamm daraufhin ihre Bahn, fischte den Ring aus schulterhoher Wassertiefe und holte sich wenige Minuten später das heißersehnte Abzeichen, das sie schon so oft auf den Badesachen anderer Kinder gesehen hatte, ab.

Wie die Bergziegen

Sportlich ging es dann letztes Wochenende weiter. Auf der Rückfahrt von einem Kindergeburtstags-Brunch entdeckten wir am Straßenrand Plakate, auf denen anlässlich des Buchholzer Stadtfestes zum „Klettern für alle“  eingeladen wurde. Spontan, wie wir sind, fuhren wir also gleich nach dem Mittagessen zum Kletterzenturm Buchholz und ließen uns dort in die Technik des Klettern einweisen. Am Sicherheitsgurt baumelnd kletterten Emma und Luna wie zwei Bergziegen die Wand hinauf und erklommen noch teilweise eine Strickleiter, die ebenfalls bis unters Dach der Kletterhalle führte.

Wenn wir mal nicht auf Tour sind, beschäftigen sich die zwei Großen oft mit ihren Barbies. Zu meinem Geburtstag schenkte ich ihnen jeweils die Prinzessinnen Anna und Elsa von Arendelle, deren Charaktere einigen von Euch sicherlich aus dem Disney Film „Frozen“ bekannt sein dürften. Den Film haben wir natürlich auf DVD und es ist ihr (und mein) absoluter Favorit momentan. Obwohl ich gestehen muss, dass mir die dazugehörige Filmmusik schon fast zum Hals raushängt, erfreue ich mich dennoch an der Tatsache, dass die Mädchen den Großteil des Tages singend durchs Haus tanzen. Der Titelsong „Let it go“ trägt immerhin dazu bei, dass sie jeden Tag ein wenig Englisch üben. Bei mir persönlich hat der Film das Interesse an der wunderschönen Kleidung und der Szenerie geweckt und ich fand folgenden schönen Blog, der sich der Erkundung Arendelles verschrieben hat. „Finding Arendelle“ liefert eine Menge Informationen über Kleidung, Traditionen und Zusammenhänge zwischen dem Arendelle des Films und der Historie Norwegens.

Unschooling Memories Summer

Zu guter letzt hat mich die „Frozen“-Manie auch dazu inspiriert den Barbies der Mädchen festliche Kleider zu nähen. Das ging schneller als ich zuvor vermutet hatte, und das ganz ohne Nähmaschine. Meine Nähaktivitäten haben wiederum Emma dazu animiert ihrer Elsa ein Kissen und eine Decke zu nähen. Dabei lernte sie in Windeseile einen Saum und „auf links“ zu nähen. Bei Gelegenheit (wenn Papa im Haus ist und sich um die beiden Geschwister kümmern kann) werde ich Emma den Wunsch erfüllen ihr das Nähen an der Nähmaschine zu zeigen.

Vom Loom-Trend angesteckt

Unsere neueste Leidenschaft ist das Gestalten von Armbändern mit Hilfe dieser quietschbunten Gummiringe. Ja, die Loom Bands haben es auch mir angetan. Seitdem ich auf dem Flug nach Lanzarote zufällig ein Mädchen beim Anfertigen so eines Armbandes beobachten konnte, sehe ich überall nur noch Menschen mit solchen farbenfrohen Bändern. Emma und Luna wollten das natürlich sofort selbst ausprobieren und so kauften wir kurzerhand ein kleines Starterset.

Unschooling Memories Loom

Nun hat dieses Fädeln zwar Ähnlichkeit mit dem Häkeln (es wird ein Haken benutzt, der verdächtig nach einer Häkelnadel aussieht), ich hatte bisher jedoch keinen blassen Schimmer von dieser Loom Bands Technik. Bevor ich mein erstes einfaches Armbändchen „loom-häkelte“ schaute ich mir auf der Homepage von Rainbow Loom die Youtube-Videoanleitung dazu an. Die Mädchen konnten es kaum erwarten loszulegen und freuen sich schon jetzt auf die ganzen aufwendigeren Bänder. Womöglich war das der Grundstein für ein neues Herzenshobby der beiden.

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