Unschooling Memories 2016

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2016 war für unsere Familie ein aufregendes und besonders lehrreiches Jahr. Zu den täglichen Aktivitäten der Kinder sind aufgrund ihrer Interessen und Wünsche auch Kurse dazugekommen, die uns einen bunten wöchentlichen „Stundenplan“ bescheren.

Im Mai äußerten die Kinder den Wunsch Reiten zu lernen. Zwar befindet sich nur fünf Gehminuten von unserem Haus entfernt ein Reitstall mit ausgezeichneter Reitschule, jedoch geht es da erst mit 6 Jahren für die Kleinen los. Im nahgelegenen Brackel fanden wir einen Hof, der zu uns passt und auf dem auch unser Dreijähriger schon mitreiten darf. Auf dem „Hof Vogt“ können Kinder ab 3 „ihr“ Pony ausgiebig pflegen und reiten lernen. Nina Vogt, die Inhaberin des Hofs, folgt dabei der Philosophie des „Learning by Doing“. Zugucken, nachmachen, lernen. Ältere Kinder helfen den kleinen beim Holen der Ponies, beim Putzen und Trensen. Und so lernen die Kinder mit Spaß und Begeisterung. Mittlerweile können Emma und Luna schon selbstständig auf ihrem Pony traben und galoppieren. Auch Jasper hat schon mächtig Fortschritte gemacht und durfte schon mal ungeführt im Schritt reiten. Der wöchentliche Reittermin ist fast gar nicht mehr aus unserer Woche wegzudenken. Außer an bitterkalten Tagen wie diesen….

„Ich bin ein Künstler“, tönte unser Jüngster neulich, und wahrhaftig! Ich staune manchmal nicht schlecht, was diese kleinen Finger schon so alles kreieren. Die Kinder probierten einige neue Techniken und Materialien aus, wie z.B. das Zentanglen (auf Papier sowie auf den Fensterscheiben) und Skizzieren mit verschiedenen Bleistiftstärken. Mithilfe der „Zeichenschule Tiere“ (affiliate link) von Polly Pinder haben Emma und Luna schon so manche Kreaturen aufs Papier gebracht. Der absolute Renner bei den Kindern waren 2016 die „Malbücher für Erwachsene“. Und ich nehme stark an, dass die Leidenschaft fürs Ausmalen dieses Jahr fortgesetzt wird.

Ein weiteres Hobby haben die Mädels letztes Jahr weiterentwickelt, nämlich Loombands häkeln. Längst arbeiten sie nicht mehr an den simplen Fischgrät-Armbändern, sondern zaubern mithilfe ihrer mittlerweile vier Loombands Bücher die kompliziertesten Schmuckstücke. Ich habe immer noch nicht durchschaut, wie das Muster für Emmas neuestes Armband (Bild ganz rechts) funktioniert. „Ist ganz einfach, Mama!“, versicherte mir meine Tochter. Na dann…

Der (noch) Jüngste unserer Familie fand während des letzten Jahres zahlreiche neue Hobbies.: Fotografieren, Perlenstecken, Sticker kleben, mit Wasserfarben Malen, Puzzlen… um einige Beispiele zu nennen. Ganz besonders angetan haben es ihm die Gesellschaftsspiele. Schnell erfasst er Spiele, die offiziell erst für Kinder ab 5-7 Jahren gedacht sind. Zu seinem Repertoire gehören Spiele wie „Da ist der Wurm drin“, „Kakerlakak“, „Alhambra“, „Carcassonne“, „Stone Age Junior“, „Glupschgeister“, „Die geheimnisvolle Drachenhöhle“, „Das verrückte Labyrinth“, „Monsterfalle“, „Spinnengift und Krötenschleim“, „Der verzauberte Turm“, „Memory“, „Domino“, „Uno“… und oft  gewinnt der junge Mann auch noch!

2015 war Emmas Jahr des intensiven Klavierspielens. Aus irgendwelchen unbekannten Gründen hörte sie jedoch vor ca. 1 Jahr auf. Andere Interessen dominierten. Sie probierte kurzzeitig die Blockflöte und die Gitarre aus. Der rechte Funken ist aber noch nicht wieder übergesprungen. Stattdessen sprang er bei ihrer kleinen Schwester Luna über. Nachdem sie schon eine Weile immer wieder Filmmelodien und bekannte Kinder- und Volkslieder nach dem Gehör auf dem Klavier spielte, fragte sie mich nun vor einigen Monaten, ob sie nicht Klavierunterricht bekommen könnte. Gesagt, getan. Ich fand über das Internet eine private Musikschule im Nachbardorf. Ach, ist das toll, wenn alles so nah beieinander liegt. Nach einer Probestunde und einer komplett begeisterten Luna war für sie klar: Klavierspielen steht jetzt auf ihrem wöchentlichem Plan! Die Klavierlehrerin ist mindestens genauso begeistert von ihrer neuen Schülerin. Ganz erstaunt fragte sie mich, wie wir es als Homeschooler so toll hinbekommen haben, dass sie mit ihren 6 Jahren schon so ausgezeichnet lesen kann….

Aber nicht nur gelesen wird bei uns zuhause, sondern auch fleißig gerechnet. Einen enttäuschten Jasper konnte ich schnell wieder aufmuntern, nachdem ihm seine Oma erzählt hatte, er könne nur in der Schule Lesen und Rechnen lernen. Eifrig übt er das Alphabet, zählt mittlerweile bis 20 und erkennt die Zahlen von 1-10 problemlos. Wenn seine Schwestern in ihren „Mathe-Stars“ Übungsheften üben, möchte er immer mit am Tisch sitzen und seine eigenen Aufgaben lösen. Da es mit dem Aufschreiben der Zahlen noch etwas hapert, zeichnet er sie mit seiner Alphabet-Schablone ab. Als wunderbar praktisch haben sich die Additions– und Multiplikationswürfel (affiliate links) von Ulysse erwiesen.

Ein großes Thema bei uns zuhause waren und sind Edelsteine. Wann immer wir an einem Automaten mit Halbedelsteinen vorbei laufen, sei es nun im Wildpark oder im Zoo, kommen neue Steine dazu. Natürlich wollen die Kinder dann auch immer genau wissen, wie der Stein heisst, wo er vorkommt und stellen sowieso 1001 Fragen. Diese Fragen beantworten unsere neu erworbenen Bücher „Gesteine & Mineralien“ und „Edelsteine & Kristalle“ (affiliate links) von memo -Wissen entdecken. Meine persönlichen Favoriten unserer Neuerwerbungen sind jedoch „Der menschliche Körper für clevere Kids“ (DK) und „Die Elemente – Bausteine unserer Welt“ (affiliate links) von Theodore Gray.

Am Montag geht für die meisten Kinder die Schule wieder los. Derweil stürzen wir uns in unsere Unschooling Abenteuer 2017.

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