„Ich nähe mir ein Puppenhalstuch“

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Nähen macht Spaß, besonders mit der Nähmaschine. Da geht das zzzzzt… zzzzt….. superschnell, und fertig sind die Puppenklamotten. Als meine Älteste mich neulich wieder bat ihr beim Nähen behilflich zu sein, da zögerte ich erst. Ja, ich geb’s zu. Besonders mit Baby im Tragetuch ist mir das Nähen viel zu mühselig. Doch wie konnte ich den flehenden Rehaugen meiner Tochter widerstehen?

Nachdem ich dem Töchterlein das Versprechen abgenommen habe, die nötigen Schritte für ihr Projekt selbsständig auszuführen, sage ich ihr meine Unterstützung bei eventuellen Schwierigkeiten zu. Schnell wird ihr bewusst, dass zum Nähen mehr als das bloße Zusammennähen von Stoffteilen gehört. Eigenständig sammelt sie zunächst alle notwendigen Utensilien und Materialien zusammen. Emma weiß zwar, dass sie etwas für ihre Puppe anfertigen möchte. Die Vorstellungen sind jedoch noch reichlich überambitioniert. Ich erkläre ihr, dass ein Badeanzug oder ein Trägerkleid wohl noch etwas warten müssen.

Stattdessen gebe ich ihr den Tipp, etwas in einer einfachen geometrischen Form zu nähen. „Ein Halstuch! Das ist einfach! Da brauche ich nur Dreiecke“, freut sich Emma und legt los. Vom letzten Nähprojekt, einer Puppenwindel (für die Anleitung auf das Bild klicken), erinnert sie sich noch an die nächsten Schritte. Das Schnittmuster kreiert sie eigenständig, überträgt es auf den Stoff, heftet ihn zusammen, schneidet und dann kann genäht werden… zzzzzt…und zzzzzzt… wenn da nicht die Nähmaschine wäre…

Ein neuer Faden muss auf die Spule, und Ober- und Unterfaden wollen eingefädelt werden. Emma blickt mich wieder flehend an. Ich seufze… natürlich ist das Baby gerade jetzt knatschig und hat auch schon denselben flehenden Blick drauf, wie ihre große Schwester. Es hilft nichts. Baby in den danebenstehenden Maxi-Cosi setzen, die nach unten rutschende Unterlippe kurz ignorieren und schnell die Nähmaschine vorbereiten. „Genau hinschauen, Emma! Nächstes Mal versuchst du es dann.“

Und dann surrt die Nähmaschine los. Es gibt kein Halten mehr. Im Nu ist das Halstuch fertig und die große Tochter zufrieden. Die kleinste Tochter sitzt längst wieder im Tragetuch und scheint erleichtert darüber zu sein, dass Mama heute nicht so viel helfen musste.

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