Unschooling Memories of the Week #3

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Es war eine kulinarische Woche mit philosophischem Diskurs über das Fleischessen.

Wie viele andere Kinder in ihrem Alter wohl auch liebt Emma Spaghetti Bolognese. Auch Luna hat bis vor Kurzem gerne Fleisch gegessen. Gestern bekamen die beiden kurzerhand Appetit auf ihre Lieblingsspeise und gingen mit Papa sogleich die nötigen Zutaten einkaufen. Selbstständig suchten sie Tomaten, Zwiebeln und Spaghetti aus und bestellten frisches Hack an der Fleischtheke.

Dieser Gang zum Supermarkt endete jedoch auch mit einem Gespräch über tote Tiere. Unseren Kindern haben wir auf Nachfrage bereits erklärt, dass Fleisch nichts anderes ist als ein totes Lebewesen. Es störte sie bisher nicht. Sie kommentierten ihr Essen nur manchmal mit „armes Hühnchen“…
Während der Zubereitung der Bolognese-Soße half Luna tatkräftig mit, verteilte die Tomaten über der „armen Kuh“ und beschloss sogar noch im selben Moment mit Emma später ein Restaurant zu eröffnen. Köchinnen wollen sie werden. Unter anderem…

Nach dem gemeinsamen Tischdecken bekam also jeder eine Portion Spaghetti mit Fleischsoße, nur Lunas Nudeln blieben trocken: „Ich will keine toten Tiere essen! Die wollen auch leben.“ Und was soll ich darauf bloß Gescheites erwidern als: „Ja, das stimmt wohl!“ Immerhin erkläre ich ihr ja auch den respektvollen Umgang mit Tieren wie Schnecken, Marienkäfern und Schmetterlingen, wenn diese Gefahr laufen von kleinen Kinderhänden zerquetscht zu werden. 

Nun gehört das Wort „Vegetarier“ zum Wortschatz unserer Töchter. Mal sehen, wie sich ihre kulinarischen Vorlieben im Laufe der Zeit noch so verändern. Schmunzelnd musste ich dabei an meine eigenen vegetarischen Phasen und sogar das kurze vegane Intermezzo zurückdenken. Zum Abendessen gab’s für Luna jedenfalls wieder „WURST BITTE!!!!“


Unschooling Memories of the Week #2

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Eine spannende Woche neigt sich dem Ende zu. Und heute am Donnerstag gibt es wieder allerlei über die Entwicklung unserer Kinder zu berichten.


Seit gut drei Tagen leben wir nun zu fünft in unserem kuscheligen Familiennest. Emma und Luna habe seitdem Vieles dazugelernt und enorme Entwicklungssprünge hinter sich gebracht.

Angefangen hat alles mit der Vorbereitung auf die Geburt. Da wir eine Hausgeburt planten, und die Kinder vielleicht beim eigentlichen Geschehen live dabei sein würden, hatte ich ihnen vorher behutsam erklärt, was dabei so passieren könnte. Im Buch „Aktive Geburt“ von Janet Balaskas sind zahlreiche Bilder von entbindenden Müttern abgebildet, die sich die Mädels höchst interessiert angeschaut haben. 

Als die Wehen dann Sonntagabend einsetzten und ich mich vor Schmerzen nicht mehr beherrschen konnte und lostönen musste, erschienen die Mädchen zwar aufgeregt aber nicht verängstigt. Am liebsten wären sie gleich mit mir zusammen in die Wanne gestiegen. 
Meine Hebamme war leider bei einer weiteren Geburt in der Klinik zu Gange. Daher packten wir das Nötigste zusammen und fuhren alle gemeinsam ins Krankenhaus. An Schlafen dachten die werdenden Schwestern nicht im Geringsten. Sie beobachteten lieber die pressende Mutter und schauten ehrfürchtig zu.
Bei der tatsächlichen Geburt waren die beiden zwar nicht anwesend, wurden aber vom Papa gleich danach wieder ins Entbindungszimmer gebracht. Sie begutachteten die Nabelschnur, die noch immer pulsierend auf meinem Bauch lag, ließen sich von dem ganzen Blut augenscheinlich nicht schockieren und lauschten andächtig als Gabi die Nachgeburt (Plazenta und Eihäute) auf Vollständigkeit überprüfte. Ich hatte ihnen zuvor bereits auf Anfrage erklärt, dass das Baby im Bauch über die Nabelschnur und die Plazenta ernährt wird. Im „Netter“, einem Anatomieatlas, hatten sie die dazu passenden Bilder auch schon eingehend „studiert“.

Die letzten Tage verbrachte vor allem Emma intensiv mit Babypflege. Am liebsten beschäftigt sie sich mit der Auswahl der passenden Babymode, dem Wickeln und der Nabelpflege und kann es kaum erwarten, bis der Rest schwarzer Nabelschnur abfällt und sich der „richtige“ Nabel bildet. Heute gab Gabi das „Okay“ für’s erste Babybad. Also müssen wir nur noch eine kleine Wanne besorgen, denn ins große Bad mit zwei wilden Wasserratten möchte ich den kleinen Neuankömmling noch nicht setzen…

Meinem Donnerstagsbericht zum schulfreien Lernen der eigenen Kinder hat sich „Das Apfelbaumhaus“ angeschlossen. Vielleicht mögt Ihr ja mal vorbeischauen. 

Liebe Grüße,




PS: Vielen, vielen Dank für Eure zahlreichen lieben Wort zur Geburt unseres kleinen Jaspers! Wir haben uns riesig darüber gefreut!