5 strewing ideas to „unschool“ reading skills

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LesenlernenFreilerner (eng.: Unschooler) lernen nach innerem Kompass und werden dabei von ihren ureigenen Interessen geleitet. Den englischen Begriff „Interest-led-Learning“ als Synonym für das „Unschooling“ finde ich daher sehr passend. Auch wenn man beim Unschoolen extrinsische Motivation vermeidet, um den Kindern die Freiheit zu lassen sich von innen heraus für bestimmte Dinge zu begeistern, so gibt es dennoch Möglichkeiten die Kinder beim selbstgeleiteten Lernen zu unterstützen. Dies wird gerne als „Streuen“ bezeichnet (engl.: strewing). Hier folgen einige Streuideen zum Thema „Lesen“…

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Life and Death – Unschooling Memories #5

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Das Leben bedingt den Tod. Die Mädchen liefen diese Woche dem Tod über den Weg und scheinen die Erfahrung ziemlich gut zu verkraften…

Panisch kamen Emma und Luna diese Woche eines Vormittags zu mir gerannt. „Mama, Mama, komm schnell, wir müssen Dir was zeigen!“ Ich ging mit ihnen in den Garten und fand auf dem Rasen etwas vor. Bei näherem Betrachten erkannte ich, dass es ein Vögelchen war. Leider kein lebendiges. Interessiert hockten die Mädels neben dem nackten Vogel und fragten mir Löcher in den Bauch. „War der schon alt?“ „Ist das ein Baby?“ „Warum liegt er nicht im Nest?“ „Wacht er gleich auf?“ „Kann der noch fliegen?“
Wie und warum der kleine Vogel auf offenem Rasen einfach so da lag, weiß ich natürlich nicht, die Fragen über den Tod konnte ich schon eher beantworten. Dabei halte ich nichts davon kleinen Kindern etwas vom „Langen Schlaf“ zu erzählen. Als Atheistin erwähne ich natürlich auch keinen imaginären „Himmel“. Ich versuchte ihnen lediglich zu erklären, dass das kleine Vogelherz nicht mehr schlägt und das Tier nicht mehr atmet. Nebenbei lernten Emma und Luna die Anatomie eines Vogels kennen, suchten Augen, Schnabel, Flügel, Krallen und Hintern. 
Unsere bisher verstorbenen Aquariumsfische haben wir stets gemeinsam mit den Kindern begraben. Also schlug Emma ganz selbstverständlich vor auch dieses Wesen zu begraben, damit es nicht von den umherlaufenden Katzen gefressen werde. Nach dieser Erfahrung fragten sie, ob auch Boerne und Thiel (unsere Kaninchen) irgendwann sterben würden. Ich bejahte, und Emma und Luna fingen sogleich an die beiden Häschchen noch mehr als sonst zu betüddeln und mit Kräutern zu versorgen. Getrocknete Brennnessel, Frauenmantel, Minze, Thymian, Löwenzahn. Die Namen der meisten Pflanzen in unserem Garten kennen die Mädels bereits. „Damit sie nicht so schnell krank werden,“ sagte Emma. Mit der Hilfe solch fürsorglicher Tierpflegerinnen werden die Langohren sicher noch einige Jahre bei uns bleiben!

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Unschooling Memories #4

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Diese Woche hatten wir mal wieder tierischen Besuch. Anscheinend sind unsere Fenster so blitzsauber geputzt, dass sich hin und wieder ein Vogel verirrt und dagegen fliegt…

Wir saßen grad am Küchentisch, als sich dieses knuffige Kerlchen eine Beule an unserer Terrassentür holte. Emma und Luna liefen natürlich sofort hinaus und begutachteten den Vogel und seinen angeschlagenen Flügel. Er ließ sich sogar streicheln.


Ein weiteres Highlight war die Handarbeit. Emma ist des Stickens ja bereits mächtig. Als ich neulich gemeinsam mit ihr am Werk war, gesellte sich auch Luna dazu und stickte ihre ersten Stiche. 
Ein Herz sollte es werden, mit etwas Phantasie kann man sogar einige Buchstaben in ihrem Bild erkennen. Emma nahm einen kürzlich im Heide Park gekauften Riesenlolli als Vorlage für ihr Stickbild und kombinierte verschiedene Farben zu einem ausgefallenen Muster. Ach, war das schön mit beiden Mädchen zusammen so konzentriert am Tisch zu sitzen. Fast ein bisschen wie bei Jane Austen…

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Unschooling Memories of the Week #3

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Es war eine kulinarische Woche mit philosophischem Diskurs über das Fleischessen.

Wie viele andere Kinder in ihrem Alter wohl auch liebt Emma Spaghetti Bolognese. Auch Luna hat bis vor Kurzem gerne Fleisch gegessen. Gestern bekamen die beiden kurzerhand Appetit auf ihre Lieblingsspeise und gingen mit Papa sogleich die nötigen Zutaten einkaufen. Selbstständig suchten sie Tomaten, Zwiebeln und Spaghetti aus und bestellten frisches Hack an der Fleischtheke.

Dieser Gang zum Supermarkt endete jedoch auch mit einem Gespräch über tote Tiere. Unseren Kindern haben wir auf Nachfrage bereits erklärt, dass Fleisch nichts anderes ist als ein totes Lebewesen. Es störte sie bisher nicht. Sie kommentierten ihr Essen nur manchmal mit „armes Hühnchen“…
Während der Zubereitung der Bolognese-Soße half Luna tatkräftig mit, verteilte die Tomaten über der „armen Kuh“ und beschloss sogar noch im selben Moment mit Emma später ein Restaurant zu eröffnen. Köchinnen wollen sie werden. Unter anderem…

Nach dem gemeinsamen Tischdecken bekam also jeder eine Portion Spaghetti mit Fleischsoße, nur Lunas Nudeln blieben trocken: „Ich will keine toten Tiere essen! Die wollen auch leben.“ Und was soll ich darauf bloß Gescheites erwidern als: „Ja, das stimmt wohl!“ Immerhin erkläre ich ihr ja auch den respektvollen Umgang mit Tieren wie Schnecken, Marienkäfern und Schmetterlingen, wenn diese Gefahr laufen von kleinen Kinderhänden zerquetscht zu werden. 

Nun gehört das Wort „Vegetarier“ zum Wortschatz unserer Töchter. Mal sehen, wie sich ihre kulinarischen Vorlieben im Laufe der Zeit noch so verändern. Schmunzelnd musste ich dabei an meine eigenen vegetarischen Phasen und sogar das kurze vegane Intermezzo zurückdenken. Zum Abendessen gab’s für Luna jedenfalls wieder „WURST BITTE!!!!“

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